JOB KARMA new album "Society Suicide"

The first new Job Karma album since 2010's Punkt. It is themed around the ecological and economical problems of our modern society like blackouts, oil peak, crisis and human greed. Recorded and produced by Maciek Frett and Aurel Pisarzewski with guests like Thom Fuhrmann of Savage Republic, Magic Carpathians Project or Matt Howden of Sieben. On this new album, Job Karma present a more accessible sound that links their former  Industrial Ambient with alternative pop music and electronic beats.

CD album in a limited edition of 500 copies. KLANGGALERIE/ gg191
LP  album in a limited edition of 300 copies. REQUIEM/V03
 


Musically? It’s their best work. Mainly industrial. I mentioned the occasion of the review of the “Newson” re-release where the guys developed their own unique style. “Society Suicide” is a natural step on their musical path. The logical continuation of the “Punkt”, partly even “Anthems Flesh” . Their compositions are filled with intricately weaved rhythmic structures, futuristic mechanics and characteristic, often ravishing melodies. Job Karma becomes more catchy, these pieces fall into the ear immediately after the first listen, but in any case, I wouldn’t specify them as trivial.
(Santa Sangre Magazine, May 2014)

Passend zum Titel des neuen Albums enthält das Klappcover ein Statement zur Lage der Welt, die eben nicht als sehr rosig bezeichnet wird, wobei deutlich auf die wirtschaftliche Ausbeutung bestimmter Regionen und Länder durch andere verwiesen wird. Passend dazu verwenden JOB KARMA Ein-Wort-Titel, die fast wie eine Aufzählung von Todsünden wirken und die zudem sehr schnell und direkt Assoziationen beim Hörer wecken. Stellvertretend seien hier Titel wie „Oil“, „Trees“ oder „Greed“ genannt. Musikalisch wählt man allerdings einen etwas weicheren, auch verspielteren Ansatz als die Titel es vielleicht erwarten lassen und auch im Verhältnis zum Vorgängeralbum „Punkt“, das etwas kantiger ausfiel und bei dem häufig mit Sprachsamples gearbeitet wurde, wobei hier die größte Veränderung liegt – die Band arbeitet nun verstärkt mit Gesang. (...) Da die Hauptbindung aber über die Musik läuft, wirkt das Album trotzdem wie aus einem Guss, was bei dem Einsatz verschiedener Sänger auf einem Album ja oftmals ein Knackpunkt ist. Durch den Gesang verschiebt sich der Gesamteindruck der Musik trotz der beherrschenden Elektronik, die aber auch durch zurückhaltend inszenierte aber enorm wichtige Gitarrenparts aufgelockert wird, mehr in eine organische Richtung als bei früheren Werken, was sich allerdings auch am Sounddesign insgesamt und an der detailverliebten Umsetzung ablesen lässt. Positiv wiegt hier vor allem der erkennbare Wille zur Weiterentwicklung auch wenn man sich sicher bemühen muss, um noch einen echten Industrial-Bezug herzuleiten. Dafür ziehen vielleicht eher Begriffe wie experimentelle Electronica und IDM – hier gut gelungen "Change", wobei nach wie vor eine deutliche Ambient-Grundierung herauszuhören ist. Letztlich ist „Society Suicide“ ein gerade auch durch den Gesang abwechslungsreiches, aufmerksam ausgearbeitetes Album geworden, das vor allem auch durch seine unterschwelligen Melodien und Akkordsetzungen überzeugt.
(Nonpop, June 2014)

In apertura tocca a Thom Fuhrmann (attivo da metà anni '80 in gruppi come Savage Republic ed Autumnfair) 'spalmare' la sua voce salmodiante sulla pulsante elettronica retrò di "Oil", per un inizio un po' spiazzante che, però, lascia presto spazio alla ricercata ed intrigante combinazione di ritmi e suoni di classe in "Trees". Non poteva mancare il buon Howden, la cui sempre suadente e bellissima voce marchia a fuoco la fascinosa "Earth", vetta assoluta dell'opera che sa tenere alta la tensione e il pathos con squisite soluzioni IDM, seguita a ruota dalla magnetica e notturna raffinatezza di "Out". Ancora IDM di gran classe, con suoni ariosi e seducenti uniti alle backing vocals di Anna Frett, nell'ottima "Change", mentre "Greed" si presenta più sottile con movenze para-sinfoniche; l'algida voce di Monika Kubacka si muove in simbiosi con l'oscura tensione di "Blackout", laddove "Cycle" suona più criptica e strisciante, mentre il gran finale vede protagonista il suggestivo duo di Cracovia noto come Magic Carpathians Project: con loro "Death Day" assume contorni tetri e misteriosi, complice una performance vocale in buona parte stregonesca ed inquietante. Un altro coraggioso passo in avanti da parte dei Job Karma, esperti e capaci autori e strumentisti, sempre pronti a rimettersi in discussione e ad aprirsi a nuove soluzioni con coraggio e con la professionalità che contraddistingue la loro personale ricerca artistica.
(Darkroom Magazine, June 2014)

Unterm Strich ist das Konzeptwerk ein Abgsang auf so ziemlich alle Werte, die die westliche Welt in den letzten zwei Jahrhunderten in Bewegung gehalten und zugleich in Sicherheit gewogen haben. In den Liner notes findet sich eine Art Kurzmanifest, das die dunklen Seiten des spätkapitalistischen status quo in einfachen Worten wiedergibt und dabei eigentlich nur das verkündet, was ohnehin jeder wissen sollte – dass die rosige Konsumutopie, die Wohlstand und Sicherheit auch außerhalb der westlichen Kernländer prophezeit, ein frommer Wunsch ist und dass sich Entfremdung, Ressourcenschwund und etliche soziale und ökologische Wunden nicht länger verdrängen lassen. „Society Suicide“ ist eine furiose apokalyptische Weltanklage und Populismus pur. Ist das schlimm, wenn es der Wahrheitsfindung dient? Die einzelnen Songs sind einprägsam und auf Markanz getrimmt. (...) Nie gerät die bandtypische Blechperkussion zu simplem Chaos ohne erkennbare Orientierung, jedes Stück hat seine eigene Spannungskurve, seine eigenen kleinen Episoden, und in „Trees“ kann man im Sekundentakt verfolgen, wie die Natur in Form zahlreicher Geräusche die technische Ruine okkupiert. Wem manche Abschnitte zu frickelig und technoid geraten oder die Stücke mit weiblichem Gesang zu nah am Szenepop sind, den entschädigt vielleicht der erdige, punkige Bass in „Out“ oder Matt Howdens tieftraurige Klage über das Auswringen des blauen Planeten.
(African Paper, June 2014)

Il est passionnant de suivre l'évolution de Job Karma, le projet de Maciek Frett et Aureliusz Pisarzewski, depuis leurs débuts très dark ambient/post-industriel jusqu'à l'électronique rythmique passionnante qu'ils créent aujourd'hui. Avec Society Suicide, qui arrive quatre ans après Punkt, le style s'est encore enrichi et doit être appréhendé au regard de leur collaboration avec Matt Howden, Anthems Flesh (2012). En effet, l'aspect mélodieux s'est renforcé et plusieurs invités sont venus assurer les voix faisant parfois basculer le style vers une cold wave contemporaine aux accents electronica, voire electro-pop. (...) Job Karma n'en délaisse pas moins les ambiances sombres et expérimentales qu'on apprécie chez eux. D'ailleurs, le titre et le concept de l'album ne sont pas folichons, plutôt du type apocalyptique ("Il fait froid dans le monde" répète Anna Nacher sur "Death Day"). Les instrumentaux regorgent de samples, boucles, field recordings et autres sons étranges ("Trees", "Greed", "Cycle") amplifiant le mystère par des progressions rythmiques originales. Job Karma ne fait donc pas que confirmer tout le bien que l'on pensait d'eux mais s'impose comme un des projets électroniques les plus intéressants du moment.
(Obskure Mag, May 2014)

Wie sich auch das Industrial Festival im Laufe der letzten 10 Jahre gewandelt hat, ist auch Job Karma kein statisches Projekt - verschiedene Einflüsse haben sich hier merklich manifestiert, zB ein kleiner Ausflug in Wave-Gefilde etwa beim großartigen Opener "Oil" (markant intoniert von Thom Furmann / Savage Republic). Wesentlich zurückhaltender und filigraner als etwa beim letzten Longplayer "Punkt" wirkt das Gesamtbild, man nähert sich musikalisch eindeutig dem Nebenprojekt 7JK an, was nicht verwundert, ist ja Matt Howden ebenfalls mit von der Partie ("Earth"). Was sich auch erkennen lässt, sind eingängigere Strukturen - was den Einstieg zwar wesentlich einfacher macht, aber das Abstrakt-Diffuse früherer Alben als typisches Merkmal in den Hintergrund treten lässt. Dass ein solches eingängigeres, bisweilen minimalistisches Arrangement nicht nachteilhaft sein muss, merkt man am deutlichsten bei "Change", für mich das beste Stück des Albums, bei dem auch Anna Frett erstmals in Erscheinung tritt.
(Gothic.at, June 2014)

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